Was ist an roten Beeten gesund?

Rote Beete (c) Pixabay

Welche besonderen Nährstoffe Rote Bete liefert und wie sich das Gemüse auf unseren Körper auswirkt, erklären wir Ihnen hier:

1. Sie senkt den Blutdruck

Rote Bete ist reich an Nitraten. Diese werden im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt, das die Blutgefäße entspannt und erweitert, sodass Sauerstoff und Nährstoffe besser transportiert werden können. Die verbesserte Blutzirkulation senkt den Blutdruck. Tipp: Schon ein Glas Rote-Bete-Saft pro Tag kann den Blutdruck senken, beweist diese Studie.

2. Sie verringert das Risiko von Herzkrankheiten

Rote Rüben enthalten viel Betain sowie das B-Vitamin Folat, die zusammen den Cholesterinwert im Blut senken. Durch die Wirkung der Knolle kann also Arterienerkrankungen und Herzkrankheiten vorgebeugt werden.

3. Sie fördert die Ausdauer

Profi-Sportler schwören auf Rote Bete. Warum? Die enthaltenen Nitrate sind absolute Power-Booster, die die Ausdauer fördern. Studien mit Sportlern bestätigen diesen positiven Effekt. Dabei benötigen Sie drei bis fünf Rote-Bete-Knollen (z.B. als Saft) vor der Sporteinheit, um deutlich besser zu performen. Das Nitrat-Level ist übrigens zwei bis drei Stunden nach der Aufnahme am höchsten.

4. Sie verbessert die Hirnfunktion

Stickstoffmonoxid entspannt und erweitert die Blutgefäße – und das auch im Gehirn. Das ist vor allem bei zunehmendem Alter von Bedeutung, da unsere Kapazität, Stickstoffoxide selbst zu bilden, abnimmt. Genauso lassen auch der Hirnstoffwechsel und die Nervenaktivität nach. Hier fungieren Rote Rüben als Motor für das Gehirn. Die Ergebnisse einer Studie von 2010 zeigten, dass Personen, die eine zweitägige Nitrat-lastige Diät machten, sich besser konzentrieren, organisieren und detaillierter arbeiten konnten als diejenigen, die wenig Nitrate zu sich nahmen.

5. Sie unterstützt die Leberfunktionen

Täglich Rote Bete zu essen kann dabei helfen, die Ansammlung von Fett in der Leber zu verringern. Das liegt am Betain, das übrigens sonst nur in Spinat und Quinoa zu finden ist. Damit fördert die Knolle nicht nur die Leberfunktionen, sie verringert das Cholesterin und reduziert auch noch die Lebergröße.

6. Sie hilft bei chronischen Krankheiten

Rote Rüben sind reich an Betalainen, einer Klasse von Antioxidantien – und auch an anderen Entzündungshemmern, die laut der Wissenschaft freie Radikale bekämpfen sowie entzündliche und chronische Erkrankungen mildern.

7. Sie ist gut für die Verdauung

Um den Verdauungsprozess zu verbessern, hilft es, Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen zu essen – wie Rote Bete. Ein Becher Saft aus Rote Bete am Tag hilft, das Risiko von Verstopfungen, Hämorrhoiden und Divertikulitis zu senken. Auch das enthaltene Betain wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, so sagen die Wissenschaftler. Tipp: Die Rübe macht sich auch ideal im Salat. 

Ein Gedanke zu „Was ist an roten Beeten gesund?“

  1. Der hier zitierte Punkt 3, rote Bete fördern die Ausdauer, wird in der Sportmedizin sehr wohl kontrovers diskutiert:
    Ich zitiere den bekannten Sportmediziner Prof. Dieter Böning aus dem Deutschen Journal für Sportmedizin (2012):
    „Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Wirkungsgradverbesserung durch NO nicht gesichert und allenfalls gering ist (1-3%). Ist aber vielleicht eine Abnahme der Körpertemperatur günstig? Ja, wenn es sich um eine langdauernde Leistung mit eventueller Hitzebelastung handelt (7). Andererseits braucht der Muskel für optimale Leistung eine hohe Betriebstemperatur; dies ist einer der Gründe für das Aufwärmen. Ist eine Zunahme der KHVerbrennung bei Rückgang der Fettverwertung nützlich? Ja, wenn der Sauerstoffbedarf schlecht gedeckt werden kann, also bei Ausbelastung oder in Höhe. Bei langdauernder Belastung ohne Schwierigkeit, den O2 -Bedarf zu decken, ist dagegen die Fettverwertung günstiger, da die Vorräte wochenlang reichen. Glykogen in Muskeln und Leber kann dagegen bei Kohlehydratmangel in der Ernährung schon in weniger als einer halben Stunde verbraucht sein.
    Was sind die praktischen Schlussfolgerungen? Trinken Sie ruhig maßvoll Saft der Roten Bete. Schaden tut es nicht, den Bauern hilft das Geld und Ihnen zumindest der Glaube.“

    DOI: 10.5960/dzsm.2012.048
    Böning D: „Biodoping“ mit Roter Bete? – Spekulationen über einen besseren Wirkungsgrad.
    Dtsch Z Sportmed 63 (2012) 337-339.

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